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Graz Subjektiv

DAS BUCHCes nombreuses photos! – Diese vielen Bilder! Über 95 Prozent aller Aufnahmen entstanden in den Jahren 2012 bis 2013 und sind von Robert W. Sackl-Kahr Sagostin eigens für dieses Buch photographiert worden. Nach einem von ihm zurechtgelegten Schema, das die graphischen Komponenten und Strukturen der Bilder berücksichtigt und im Layout miteinander verwebt oder kontrastierend trennt. Für ihn beides eine Vereinigung der Bilder. Die Konstruktion eines Puzzles - Motiv für Motiv recherchiert, aufgespürt, erarbeitet. So entstanden Geschichten aus imaginären Rastern. Seiten- oder doppelseitenweise in horizontalen und vertikalen Linien, in Diagonalen und auch wellenförmig über Kapitel hinweg. Bildzitate tauchen in Farbwiederholungen auf, werden in Formen konvertiert, mutieren zu ikonographischen Inhalten... Der Uhrturm ist nirgends zu sehen. Auch keine anderen Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Dafür hunderte Ansichten, die ein dichtes Stadtbild komponieren: Architekturdetails, Innenhöfe, Türen und Tore, Cafés und Wirtshäuser, vergessene Plätze und Fassaden, die vor sich hindämmern, Aufschriften, die verblassen und sich in der Zeit verlieren und auflösen. Das Modische ist unsichtbar. Die Beiseln haben es dem Künstler besonders angetan. Biotope, die bis jetzt überlebten und keine Zukunft mehr vor sich haben. Manche vom Leben in den Tod begleitet, rücksichtsvoll und einfühlsam dokumentiert. Für spätere Generationen erhalten. Eine kunsthistorische Reise mit volkskundlichem Charakter. Dabei tat sich Robert schwer, Graz zu dokumentieren, wie er mir gestand. Graz ist keine Hafenstadt und zudem herunterregiert zu einer Stadt der Verbote, der Uniformierten und des Fremdenhasses, wie er empfindet. Seine wahre Heimat sind Triest und Istrien, wo er schon im Vorschulalter in den Fotoateliers der Großmutter experimentierte – alle Kameras benutzen durfte, die herumlagen. Neue, alte und ausrangierte. Später dann mit ihr auf Reisen arbeitete er mit alten photographischen Platten. Einige Jahre hatte er ein Studio in Marrakech und widmete sich der Malerei, der Graphik und der Polaroid-Photographie. Seit 2006 gibt es das Atelier im Südwesten Frankreichs. Hier photographiert er gerne mit unserem Sohn Samuel, der sich seine erste Kamera übrigens mit drei Jahren schon schnappte... Aurélie Tremblay | Konzertpianistin | Paris/Graz

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